Bericht: Radlgschick

St. Veit in der Südsteiermark, 11.-12. April 2015

Akrobatik auf zwei Rädern: ÖTSV Meisterschaftlauf Bike-Trial. Image: Philipp Grau
Akrobatik auf zwei Rädern: ÖTSV Meisterschaftlauf Bike-Trial

Eine äußerst spektakuläre Veranstaltung fand im beschaulichen St. Veit in er Südsteiermark vom 11.-12. April 2015 statt:

Die österreichische Elite des Fahrradtrials gastierte mit dem Auftaktsbewerb  zur österreichischen Meisterschaft des ÖTSV Bike Trial Cups. Beim Bike Trial geht es nicht um Geschwindigkeit. Eine enorme Fitness, große   Körperbeherrschung und viel Gefühl sind erforderlich um die Hindernisse in den sogenannten Sektionen möglichst fehlerfrei, also ohne Abstützen mit dem Fuß oder gar eines Sturzes bewältigen zu können.

 

Enormer Vorbereitungsaufwand

Der Aufwand zur Vorbereitung der Veranstaltung war enorm. Der Grazer Raimund Blaser der Voitsberger Friedrich Sommer bauten mit viel Phantasie aber auch handwerklichem Geschick fünf Sektionen, die mit abwechslungsreichen Hindernissen voll bespickt waren, beinahe eine ganze Woche lang für dem Bewerb auf. Dabei war besonderes Augenmerk darauf zu richten, dass jede Sektion fünf Spuren für die unterschiedlichen Leistungsklassen beinhalten mussten. Ausserdem mussten die Sektionen am Sonntag verkehrt herum befahren werden. Dann musste der jeweilige Schwierigkeitsgrad auch wieder passen und alles schaffbar bleiben. Im Trialsport gibt es keine Trainings- oder Proberunde. Die Sektionen dürfen vorab besichtigt werden und jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit sich seine Linie gut einzuprägen. Aber sobald eine Sektion befahren wird, wird sofort gewertet. Pro Tag waren die Sektionen drei Mal zu befahren. Daher wurden die Sektionen am Sonntag gedreht, um einen Trainingseffekt möglichst zu vermeiden.

 

Dem strengen Auge des Bürgermeisters Manfred Tatzl als Punkterichter entging kein Fehler. Image: www.trials.at
Dem strengen Auge des Bürgermeisters Manfred Tatzl als Punkterichter entging kein Fehler.

Der Bürgermeister von St. Veit in der Südsteiermark, Bgm. Manfred Tatzl selbst, ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung an vorderster Front als Punkterichter tatkräftig und auch sachkundig zu unterstützen! Als Dank dafür waren die Teilnehmer ausganz Österreich, Deutschland und auch Ungarn in die Südoststeiermark angereist. Wieder einmal eine Klasse für sich waren die Brüder Thomas und Alexander Pechhacker aus Purgstall (NÖ) in der  schwersten Spur. Der Junioren Vizeweltmeister von 2013 Thomas Pechhacker ließ sich auch von einem kaputten Antrieb oder einem kapitalen Reifenschaden mitten in den Sektionen nicht aus der Ruhe bringen und fuhr in aller Seelenruhe eben auch einmal auf der losen Felge eine Sektion zu ende und schaffte dennoch das makellose Gesamtergebnis von null Fehlerpunkten an  beiden Tagen. Sein Bruder Alexander Pechhacker kam ihm mit nur acht bzw. zwei Fehlerpunkten an beiden Tagen noch am nächsten und belegte damit zweimal den zweiten Platz. Während am Samstag der Wiener Vito Köstler Platz drei erreichte, musste er am Sonntag diesen Platz freimachen für den Osttiroler Johannes Senfter.

Ergebnisse, ÖTSV Bike Trial Cup 11.4.2015 >>

Ergebnisse, ÖTSV Bike Trial Cup 12.4.2015 >>


ÖTSV Kids e-Bike Cup, 11.4.2015

ÖTSV e-Bike Cup, aus Spaß an der Bewegung. Image: www.trials.at
ÖTSV e-Bike Cup, aus Spaß an der Bewegung.

Als Vorprogramm fand am Samstag der zweite Lauf des diesjährigen ÖTSV Kids e-Bike Cup statt. Obwohl die hier verwendeten Untersätze motorisiert sind, waren sie dank Elektroantriebs auch nahezu lautlos unterwegs. Die Mini-Bikes sowie die Sektionen sind entsprechend kindgerecht gebaut. Obwohl hier die jüngsten Teilnehmer des Wochenendes am Start waren, konnte viel Spaß an der Bewegung und ein großes Maß an Körperbeherrschung bewundert werden. Die gute Stimmung bei den Jüngsten und auch deren Eltern zeigte, dass diese Gruppe erfreulicherweise frei von über überehrgeizigen Eltern ist, die Ihre Kinder zu Höchstleistungen treiben. Denn so richtig ging die Post erst ab, als der Bewerb zu Ende war, und die Kids nicht an die Sektionen gebunden waren sondern sich frei austoben durften. Da war der  Spaß an der Bewegung zu erkennen. So manche Eltern waren aufgrund der Hitze des Sonnentages froh, dass dann doch irgendwann einmal der Akku des e-Bikes leer war und das Sportgerät im Auto verstaut werden durfte.

3-Gschick, Fahrrad Mannschaftsgeschicklichkeitsbewerb

Die erfolgreichen Mannschaften des 3-Gschick. Image: Philipp Grau
Die erfolgreichen Mannschaften des 3-Gschick

Am Sonntag fand nach der Messe der Kirche in St. Veit in de Südsteiermark der Publikumsbewerb, das 3-Gschick statt. Trial-Amateure waren aufgerufen, in einer Mannschaft mit drei Teilnehmer/innen ihre Geschicklichkeit am Fahrrad unter Beweis zu stellen. In insgesamt sechs Sektionen, die in zwei Runden zu befahren waren, mussten enge Kehren bewältigt,  Holzscheite und eine Wippe überquert, sowie ein Schotterfeld durchfahren werden. Es wurden Situationen simuliert, wie sie auch einem Mountainbiker in der einen oder anderen Form widerfahren können. Es war wohl die Furcht vor dem Unbekannten, weshalb die Teilnahme auf lediglich vier Mannschaften reduziert blieb. Das tat jedoch dem Spaß und der guten Laune überhaupt keinen Abbruch. Und mehrfach war zu hören: ".... hätte ich gewußt, wie lustig das ist, hätte ich auch mitgemacht...". 

Sonderehrungen beim 3Gschick: vlnr. 3Gschick Organisator: Alfred Wagner, Gewinnerin der Damenwertung: Nicole G., Gewinner der Gesamtwertung: David K., ältester Teilnehmer: Josef Zirngast, Bgm. Manfred Tatzl, Vize-Bgm: Gehha. Image: Philipp Grau
Sonderehrungen beim 3Gschick: vlnr. 3Gschick Organisator: Alfred Wagner, Gewinnerin der Damenwertung: Nicole G., Gewinner der Gesamtwertung: David K., ältester Teilnehmer: Josef Zirngast, Bgm. Manfred Tatzl, Vize-Bgm: Gehhard Rohrer

Mit voller Konzentration und annerkennendem Applaus des anwesenden Publikums zeigten alle Teilnehmer große Fairness aber auch großartige sportliche Leistungen. Josef Zirngast vom Team  "Pensionistenverband Großklein" begeisterte mit seinem fröhlichen Wesen und vor allem durch seine körperliche Fitness. Mit seinen 85 Lebensjahren war er deutlich älter als die beiden bestplatzierten Mannschaften mit insgesamt sechs Teilnehmern insgesamt. 

Als interessierte Zuseher standen einige Veranwortliche der anwesenden Biketrialclubs am Rand der Sektionen des 3Gschicks und verfolgten das Geschehen. Unisono war zu hören: ... "3-4 Kinder haben beim 3-Gschick wirklich großes Talent gezeigt, die hätten wir ganz gerne bei uns im Club"... Hierbei ist jedenfalls  die zwölfjährige Nicole G. vom Team "Girlpower" mit nur 16 Fehlerpunkten als Gewinnerin der allgmeinenen Damenwertung zu erwähnen. Aber vor allem auch  auch der elfjährigen David K. vom Team "Minis",  der mit insgesamt nur neun Punkten die beste Leistung das Tages ablieferte und dieses Ergebnis mit null Fehlerpunkten in der zweiten Runde krönte.

Download
Endwertung 3-Gschick St. Veit in der Südsteiermark 12.4.2015
3Gschick-Ergebnis.pdf
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Dank an die Unterstützer:

Eine solche Veranstaltung wäre aber ohne die tatkräftige Unterstützung von vielen fleissigen Händen nicht realisierbar. Daher bedanken sich die sportlichen Verantwortlichen Raimund Blaser und Alfred Wagner ganz besonders bei:


- Bgm. Manfred Tatzl: für den Mut und das gezeigte Vertrauen, eine bis dahin unbekannte Sportveranstaltung zu ermöglichen, sowie auch dessen persönliche tatkräftige Unterstützung vor Ort.

- Gemeindesekretär Andreas Ruckenstuhl, der sich um die behördliche Abwicklungung und die Bewerbung der Veranstaltung kümmerte.

- Silvia Poschauko, vom Cafe Lamina. Wann immer was kurzfristig benötigt wurde, Silvia machte es möglich und schaffte auch Platz für ein luxuriöses Nennbüro.

- Allen Punkterichtern, die sich viele Stunden lang Sonne, Wind und Wetter aussetzten und hochkonzentriert eine sportliche Wertung ermöglichten. Ohne Punkterichter gäbe es keine Trialveranstaltung. 

- Allen Sponsoren, die mit Ihrer Unterstützung dafür sorgten, dass die Infrastruktur ermöglicht werden konnte und  jeder Teilnehmer mit zumindest einem Andenken aus Sankt Veit in der Südsteiermark nach Hause fahren konnte.

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